Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
Navigation

Über uns



Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig in der Zen-Meditation unterstützen. Die Grundlage unserer Übung ist die Sitzmeditation (Zazen), wie sie in der Tradition des japanischen Soto Zen-Buddhismus vermittelt wird.
Wir sind Mitgliedsgemeinschaft der Deutschen Buddhistischen Union und sind mit dem Berkeley Zen Center, Ca., USA, affiliiert, das in der Traditionslinie von Shunryu Suzuki Roshi steht.


Treffen


Wir treffen uns regelmäßig, um das zu tun, was uns am Herzen liegt: in freundschaftlicher Atmosphäre zu meditieren und uns darüber auszutauschen. Dies ist kein Ersatz für das idealerweise tägliche Zazen des Einzelnen. In der Übung wird auf Dauer nur voranschreiten, wer bereit ist, die Meditation zu einem Teil des Alltags heranwachsen zu lassen. Das beginnt mit der Meditation auf dem Kissen. Fast noch schwieriger ist die Meditation jenseits des Kissens. Dazu dient die Orientierung an den Vier Edlen Wahrheiten, den Richtlinien ethischen Handelns (Silas) oder dem Achtfachen Pfad. Dies ist nicht leicht und alleine ist es unmöglich. Daher kommen wir zum gemeinsamen Zazen zusammen und treffen uns darüber hinaus etwa ein Mal im Monat zu einem themenbezogenen Austausch. Wir heißen Menschen aus allen Lebensrichtungen und Konfessionen willkommen.
Eine Beschreibung des Ablaufs unserer Treffen findet Ihr auf folgender Seite:   Treffen



Zen-Tradition


Diese Übung kann nicht sehr lange alleine betrieben werden. Wir brauchen Gemeinschaft, fachkundige Anleitung und - gute Vorbilder. 
Unsere Gemeinschaft wurde in den ersten Jahren durch die amerikanische Zen-Lehrerin Eido Carney vom Olympia Zen Center unterstützt, die uns über mehrere Jahre regelmäßig besuchen kam. Ihr eigener Lehrer, Niho Tetsumei, leitet das Kloster Entsuji in Japan, in dem einst der Dichter und Einsiedler Ryōkan ausgebildet wurde.  Wir ehren die Werte, die Ryōkan verkörperte (siehe die Seite "Ryokans Schale").
Aus regelmäßigen Kontakten mit dem Berkeley Zen Center und durch Besuche unserer Sangha durch dessen Vize-Abt, Hozan Alan Senauke, ergab sich ein ein intensiver Austausch. Das Berkeley Zen Center wurde bereits 1967 von Shunryu Suzuki gegründet und wird seit dieser Zeit durch Sojun Mel Weitsman geleitet. Vize-Abt Hozan Alan Senauke ist ein herausragender Vertreter des engagierten Buddhismus und war zehn Jahre lang Direktor des „Buddhist Peace Fellowship“. Wir sind mit dem Berkeley Zen Center affiliiert.



Dōgen-Übersetzungen, Kalligraphie


Die Gründung unserer Dōgen-Gruppe geht auf einen Abend mit dem Übersetzer, Kalligraphie-Meister, Künstler und Friedensaktivisten Kazuaki Tanahashi Sensei zurück.
Kazuaki Tanahashi begann vor 50 Jahren mit der Übersetzung des damals noch im Westen weitgehend unbekannten Dōgen Zenji. Er übersetzte Dōgen Zenji als erster zunächst zusammen mit seinem Lehrer, Soichi Nakamura Roshi, aus dem Altjapanischen und Chinesischen ins Neujapanische. Später, nach seiner Übersiedlung in die USA, am Zen-Zentrum San Francisco, begann er mit der Übersetzung ins Englische, unter Mithilfe namhafter amerikanischer Zen-Lehrer. 
Durch den regelmäßigen Austausch mit Kazuaki Tanahashi ist auch Meister Dōgen für uns nähergerückt. Aus diesen Begegnungen entstand die Idee einer gemeinsamen Übersetzung ausgewählter Kapitel des Shōbōgenzō ins Deutsche. Kazuaki Tanahashi kommt uns regelmäßig besuchen und unterstützt uns künstlerisch (Kalligraphie) und spirituell in vieler Hinsicht. 
Einen ins Deutsche übersetzten Vortrag von Kaz Tanahashi über Meister Dōgens "Sutra der Berge und Wasser" findet Ihr hier: Berge und Wasser



Unsere Übung


Wir betrachten Zazen als einen Weg, der unser Leben dahingehend öffnet, dass es freudiger und liebevoller wird, lebendiger und mit einer tiefen Wertschätzung gegenüber dem gegenwärtigen Moment - ohne vorgefertigte Meinungen oder Vorurteile.
Durch regelmäßige Meditation lernen wir, mit den Höhen und Tiefen unseres Lebens auf eine etwas mitfühlendere und insgesamt unsere Perspektiven erweiternde Sichtweise umzugehen.
Wir erfahren, langsam, Zazen für Zazen, dass es noch unendlich viel mehr zu erleben gibt als die Sinneswelt, die wir für gewöhnlich unsere Wirklichkeit nennen und nach der wir uns meistens definieren und ausrichten. Wohin wir schauen, um Zufriedenheit und Glück zu erlangen und wie wir dies tun, verändert sich. 
Praktische Hinweise zur Zen-Meditation und ein paar Gedanken zur Übung des Soto-Zen könnt Ihr hier lesen: 
"Über die Soto Zen-Praxis"
Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Zen-Praxis findet Ihr auf dieser Seite: "Fragen".


Unser Zendo


Wir treffen uns wöchentlich in unserem Zendo in Bornstein. Dieser Raum, der aus einem etwa 100 Jahre alten, kürzlich umgebauten Stallgebäude hervorgegangen ist, bildet seit 2013 unseren spirituellen Heimatort.

Geschichte der Sangha


Die Sangha, entstanden aus einigen Kursen an den Volkshochschulen in Schleswig und Gettorf, gibt es seit etwa zwölf Jahren. Seit 2003 treffen wir uns wöchentlich in oder bei Gettorf. Über viele Jahre trafen wir uns zusätzlich wöchentlich in Schleswig in der Volkshochschule und im Johanniskloster. Auf Grund der Verbindung zu Kazuaki Tanahashi besteht ein gemeinsames Interesse an Kalligraphie. Etwa ein Mal pro Monat treffen wir uns zu einem Sanghatag. Als Ansprechpartner in allen Fragen stehen Friederike und Harald zur Verfügung (siehe Kontakt). Jede(r), die oder der den Weg der Stille gehen möchte, ist herzlich willkommen.





Ablauf unserer Treffen

Zazen Donnerstag:
20:00 Uhr: Zazen
20:40 Uhr: Kinhin
20:50 Uhr: Zazen
21:10 Uhr: Rezitation
21:25 Uhr: formeller Tee
21:20 Uhr: Austausch
21:40 Uhr: Rezitation, Abschluss

Eventuell ändern sich die Zazen-Zeiten in den Wintermonaten, bitte beachtet daher immer auch unseren Kalender!
 
Sanghatag / Sesshin: 
Sanghatag: Zazen, Kinhin, Rezitation, Oryoki, Arbeit, Vortrag, Austausch.
Sesshin: intensives Zazen, Kinhin, Rezitation, Oryoki, Arbeit, Vortrag, Austausch.
Rohatsu-Sesshin / Frühjahrssesshin: etwa 7 Std. Zazen täglich, gesonderter Tagesplan / Anmeldung



Unsere Ziele