Über uns
Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig in der Zen-Meditation unterstützen. Die Grundlage unserer Übung ist die Sitzmeditation (Zazen), wie sie in der Tradition des Soto-Zen übertragen wird. Wir sehen uns in der Tradition des Zen-Meisters Eihei Dōgen (1200-1253) und des Zen-Priesters Daigu Ryōkan (1758-1831).
Treffen
Wir treffen uns regelmäßig, um das zu tun, was uns am Herzen liegt: in freundschaftlicher Atmosphäre zu meditieren und uns darüber auszutauschen. Dies ist kein Ersatz für das idealerweise tägliche Zazen des Einzelnen. In der Übung wird auf Dauer nur voranschreiten, wer bereit ist, die Meditation zu einem Teil des Alltags heranwachsen zu lassen. Das beginnt mit der Meditation auf dem Kissen. Fast noch schwieriger ist die Meditation jenseits des Kissens. Dazu dient die Orientierung an den Vier Edlen Wahrheiten, den Richtlinien ethischen Handelns (Silas) oder dem Achtfachen Pfad. Dies ist nicht leicht und alleine ist es unmöglich. Daher kommen wir zum gemeinsamen Zazen zusammen und treffen uns darüber hinaus etwa ein Mal im Monat zu einem themenbezogenen Austausch. Wir heißen Menschen aus allen Lebensrichtungen und Konfessionen willkommen.
Eine Beschreibung des Ablaufs unserer Treffen findet Ihr auf folgender Seite: Treffen

Zen-Tradition und spirituelle Leitung
Diese Übung kann nicht sehr lange alleine betrieben werden. Wir brauchen Gemeinschaft, fachkundige Anleitung und - gute Vorbilder.
Die Sangha steht unter der Obhut der amerikanischen Soto Zen-Lehrerin Eido Frances Carney Roshi, die das Olympia Zen-Zentrum an der Westküste der USA im Staate Washington leitet.
Eido Roshi steht in der Linie des Dichters, Kalligraphen, Einsiedlers und Zen-Mönches Ryokan. Ihr Lehrer, Niho Tetsumei Roshi, leitet das Kloster Entsuji, in dem dereinst auch Ryōkan lebte. Priester Ryōkan gilt noch heute als eine wichtige Quelle der Inspiration im Zen. Wir ehren die Werte, die Ryōkan verkörperte (siehe die Seite "Ryokans Schale").

Dōgen-Übersetzungen, Kalligraphie
Die Gründung unserer Dōgen-Gruppe geht auf einen Abend mit dem Übersetzer, Kalligraphie-Meister, Künstler und Friedensaktivisten Kazuaki Tanahashi Sensei zurück.
Kazuaki Tanahashi begann vor 50 Jahren mit der Übersetzung des damals noch im Westen weitgehend unbekannten Dōgen Zenji. Er übersetzte Dōgen Zenji als erster zunächst zusammen mit seinem Lehrer, Soichi Nakamura Roshi, aus dem Altjapanischen und Chinesischen ins Neujapanische. Später, nach seiner Übersiedlung in die USA, am Zen-Zentrum San Francisco, begann er mit der Übersetzung ins Englische, unter Mithilfe namhafter amerikanischer Zen-Lehrer.
Durch den regelmäßigen Austausch mit Kazuaki Tanahashi ist auch Meister Dōgen für uns nähergerückt. Aus diesen Begegnungen entstand seine Idee einer gemeinsamen Übersetzung ausgewählter Kapitel des Shōbōgenzō ins Deutsche. Kazuaki Tanahashi kommt uns regelmäßig besuchen und unterstützt uns künstlerisch (Kalligraphie) und spirituell in vieler Hinsicht.
Einen ins Deutsche übersetzten Vortrag von Kaz Tanahashi über Meister Dōgens "Sutra der Berge und Wasser" findet Ihr hier: Berge und Wasser

Unsere Übung
Wir betrachten Zazen als einen Weg, der unser Leben dahingehend öffnet, dass es freudiger und liebevoller wird, lebendiger und mit einer tiefen Wertschätzung gegenüber dem gegenwärtigen Moment - ohne vorgefertigte Meinungen oder Vorurteile.
Durch regelmäßige Meditation lernen wir, mit den Höhen und Tiefen unseres Lebens auf eine etwas mitfühlendere und insgesamt unsere Perspektiven erweiternde Sichtweise umzugehen.
Wir erfahren, langsam, Zazen für Zazen, dass es noch unendlich viel mehr zu erleben gibt als die Sinneswelt, die wir für gewöhnlich unsere Wirklichkeit nennen und nach der wir uns meistens definieren und ausrichten. Wohin wir schauen, um Zufriedenheit und Glück zu erlangen und wie wir dies tun, verändert sich.
Praktische Hinweise zur Zen-Meditation und ein paar Gedanken zur Übung des Soto-Zen könnt Ihr hier lesen:
"Über die Soto Zen-Praxis".
Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Zen-Praxis findet Ihr auf dieser Seite: "Fragen".

Geschichte der Sangha
Die Sangha, entstanden aus einigen Kursen von Friederike an den Volkshochschulen in Schleswig und Gettorf, gibt es seit einigen Jahren. Seit 2003 treffen wir uns wöchentlich in oder bei Gettorf. Seit 2005 treffen wir uns neben Gettorf auch ein Mal pro Woche in Schleswig. Ein Mal pro Monat sitzen wir im Johanniskloster in Schleswig. Die Dōgen-Gruppe kam im Januar 2006 zum ersten Mal zusammen. Auf Grund der Verbindung zu Kazuaki Tanahashi besteht ein gemeinsames Interesse an Kalligraphie. Einen regelmäßigen Ryokan-Abend mit Zazen und Gedichten gibt es seit 2007. Etwa ein Mal pro Monat treffen wir uns zu einem Sanghatag. Als Ansprechpartner in allen Fragen stehen Friederike und Harald zur Verfügung (siehe Kontakt). Jede(r), die oder der den Weg der Stille gehen möchte, ist herzlich willkommen.

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Ablauf unserer Treffen
Zazen Gettorf:
Donnerstags
◦ 20 Uhr: Begrüßung, formaler Tee
◦ Zazen
◦ Kinhin (Meditation im Gehen)
◦ Zazen
◦ Rezitation
◦ Kurzer Austausch (Ende ca. 21:30 Uhr)
Zazen Schleswig:
Freitags, VHS Schleswig (siehe Kalender)
◦ 19 Uhr: Tee und Gespräch, Fragen zur Übung
◦ 19:30 Uhr (1. Fr. im Monat: 20 Uhr): Zazen
◦ Kinhin
◦ Zazen
◦ Rezitation
◦ Tee & Austausch
◦ Rezitation: Vier Gelöbnisse (Ende ca. 21:30 Uhr)
Außerdem in Schleswig:
◦ einmal im Monat "Stilles Sitzen im Johanniskloster", jeweils Freitag 20:00-21:30
◦ regelmäßig "Einführung in die Zenmeditation" (Termine und Anmeldung über die VHS Schleswig)
Sanghatage:
◦ einmal im Monat: intensives Zazen, Arbeit, Oryoki, Vortrag, Austausch
Zazen Gettorf:
Donnerstags
◦ 20 Uhr: Begrüßung, formaler Tee
◦ Zazen
◦ Kinhin (Meditation im Gehen)
◦ Zazen
◦ Rezitation
◦ Kurzer Austausch (Ende ca. 21:30 Uhr)
Zazen Schleswig:
Freitags, VHS Schleswig (siehe Kalender)
◦ 19 Uhr: Tee und Gespräch, Fragen zur Übung
◦ 19:30 Uhr (1. Fr. im Monat: 20 Uhr): Zazen
◦ Kinhin
◦ Zazen
◦ Rezitation
◦ Tee & Austausch
◦ Rezitation: Vier Gelöbnisse (Ende ca. 21:30 Uhr)
Außerdem in Schleswig:
◦ einmal im Monat "Stilles Sitzen im Johanniskloster", jeweils Freitag 20:00-21:30
◦ regelmäßig "Einführung in die Zenmeditation" (Termine und Anmeldung über die VHS Schleswig)
Sanghatage:
◦ einmal im Monat: intensives Zazen, Arbeit, Oryoki, Vortrag, Austausch


