Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
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Neujahresfeier 2011

Unsere Neujahresfeier zeichnete sich aus durch die Teilnahme von zwölf sitzenden und einem im Haus ruhenden Bodhi auf vier Beinen.
Nach dem Zazen folgte wie immer die Rezitation - mit einem großen Unterschied: erstmalig auf den von Angelika so professionell wie kunstvoll gebundenen Einbänden! Vielen Dank hierfür. Wir hoffen, die blauen Bände mit unserem Logo noch möglichst lange mit Euch benutzen zu können!
Die Rezitation an den Sanghatagen wird ab jetzt in der Regel die Rezitation der Ahnenlinie beinhalten, wir haben gerade damit begonnen.

Wie immer, ließen wir im Rahmen der anschließenden Feier das vergangene Jahr Revue passieren. Während wir in 2008, dem Einzug in unser erstes Zendo, viele Veränderungen vor allen in unseren Formen einführen mussten, war 2009 ein Jahr der Konsolidierung. 2010 könnte als „Sanghajahr“ beschrieben werden.

Es zeichnete sich aus durch eine sehr stabile Teilnahme und vermehrte Hilfsbereitschaft, eine deutlich mehr spürbare Zuversicht im Ablauf an den Sanghatagen, sowie die vermehrte Abgabe von Aufgaben, die den Ablauf im Zendo betreffen. Letzteres ist ein eindeutiges Zeichen für Tragfähigkeit und Konstanz - bei aller Pflege und Zuwendung, welche die unverändert zarte Pflanze Wind und Wolken unvermindert benötigt.

Wiederum schier unerschütterlich unser Donnerstagstermin in Lindau, der in diesem Jahr zum ersten Mal nahezu durchgehend stattfand und in der letzten Hälfte noch ein wenig personell verstärkt wurde. Das bedeutet für einige zwei Mal pro Woche gemeinsames Zazen!

Unser Pari-Nirvana Sanghatag musste wegen Schneeverwehungen ausfallen, wir hatten insgesamt zehn Sanghatage. Im März haben wir uns mit Dogen‘s „Frühling malen“ beschäftigt, kurz davor fand die erste Zen-Einführung in Eckernförde statt.
Der April hielt einen Sangha-Tag über die Richtlinien für ethisches Handeln bereit, als Vorbereitung für den Aufenthalt von Eido-san Anfang Juni, an dem wir bei herrlichem Wetter zu einem Wochenend-Sesshin mit Jukai-Zeremonie zusammen kamen. Kurz darauf traf Kazuaki Tanahashi Sensei ein und übte mit uns, neben japanischer Aussprache bei der Rezitation, den Zugang zu Ryokan‘s Gedichten an einem weiteren Sangha-Tag.
Im Juli konnten wir endlich den lange geplanten Tag über Geh-Meditation halten, der so inspirierend war, dass wir dies gleich im Rahmen des Rohatsu-Sesshins fortgesetzt haben.
Nach der Sommerpause folgte ein Tag über „Arbeit als spirituelle Übung“. Im September fand auch eine Vorstellung des Soto-Zen im Rahmen eines Kongresses in Eckernförde statt. Kinhin in einem mittelgroßen Raum mit etwa vierzig Neulingen, das wird noch lange in Erinnerung bleiben!
Im Oktober hatten wir, neben einem erneuten Besuch von Kaz Tanahashi, einer Einführung in die Rezitation auch noch eine Zen-Einführung in Schleswig sowie einen Sangha-Tag zu „die gesamte Welt ist Medizin“.
Wir haben sie in diesem Monat ausreichend gekostet. Vielen Dank!
Der November war geprägt von den vielen Eindrücken während des Dogen-Forums in San Francisco, bevor es dann in Rohatsu ging mit seinen nicht unerheblichen logistischen Herausforderungen, wetterbedingt. Unbedingt noch zu erwähnen sind drei Besuche von Euch in ZenRiver, welche den unvermindert guten Kontakt weiter vertiefen konnten.
Die vorhersehbaren Herausforderungen und Neuigkeiten, welche uns in der ersten Hälfte dieses Jahres begegnen werden, haben wir im Rahmen der Neujahresfeier angesprochen.
Es ist von heute aus betrachtet, schwer zu sagen, welche Überschrift dieses Jahr für unsere Sangha tragen wird. Räumliche Veränderungen, gewollt oder ungewollt, sind immer auch eine Chance: für Wachstum, Verbesserung und verstärkten Zusammenhalt.
Das Wichtigste ist und bleibt unsere Übung, alleine und gemeinsam, gemeinsam und alleine. Jeder Raum entsteht von dort.
Und: überall gibt es eine Wand, gibt es ein Nickerchen!

Wir freuen uns auf gutes Zazen, auf ein weiteres Jahr mit Euch,

Gassho, Juen und Nanzan

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