Wind & Wolken Sangha
eine Zen-Gemeinschaft in Schleswig-Holstein
Navigation
Aug 2012

von Stille und Begegnung

Im Leben einer Sangha stehen Anfang und Ende besonders deutlich Seite an Seite. Mit einem Unterschied: weder beginnt etwas vollkommen noch endet es vollkommen.
Wir erleben, wie letzte Woche, eine Zeit der gemeinsamen Aufregungen, an denen die Tage unendlich lang zu sein scheinen und ein Ereignis das andere ablöst. Dann neigt sich dieser Besuch dem Ende und wir kehren zurück zu unserer gewohnten Routine, dem leisen, steten Zazen und unseren Versuchen, dies in unser gesamtes Leben zu integrieren. Solange wir im Dharma bleiben, gibt es keinen völligen Abschied, nur eine Abfolge von Übungsmöglichkeiten in verschiedensten Zusammenhängen.
Kurz nachdem wir uns in just jener Routine wiedereingefunden hatten, kamen wir erneut zusammen, um als nahezu letzte gemeinsame Handlung im Zendo in Gettorf einige Weichen für unsere Zukunft zu stellen: wir haben, nach nahezu zehn Jahren als Sangha, einen Verein gegründet. Er soll uns dienen, indem er bestimmte Aspekte unserer Übung stärkt, wie zum Beispiel die Stärkung von Gemeinschaft, Mitarbeit und Initiative.
Die Wind und Wolken Sangha ist größer als ihr Verein. Niemand soll Vereinsmitglied werden müssen, um mit uns sitzen zu können. Jeder, der möchte, kann Mitglied/ Fördermitglied werden und so dabei helfen, unsere Arbeit zu unterstützen.
Wir freuen uns, auch mit allen Leserinnen und Lesern - bekannt und unbekannt - auf diese neue Aufgabe.

vereinwws1

Comments

Von reisenden Bergen und singenden Tälern

„Unser Zazen - ach! Mal so, mal so. Wie eine Melodie. Doch das alleine ist es keineswegs. In Wirklichkeit geht es in unserer Übung nur um eines: wie Du es lebst, Dein Leben“.
Leise sagt er dies, fast verschwindet es in der hochgespannten Schleswiger Holzvertäfelung über uns, welche die alte lächelnde Sonne in an diesem schönen Sommerabend besonders sanft in ihrer Mitte wiegt.

Es gibt Begegnungen, die lange anreisen und wenn sie dann endlich zusammenfinden, scheinen sie so natürlich und unaufgeregt, als ob sie in Wirklichkeit bereits vor vielen Jahren begonnen hätten und ständig gepflegt worden seien. Dharma-Verbindungen gehören hierzu, denn wenn wir uns im Dharma finden, benötigen wir keine lange Vorlaufphase oder Findung. Wir kommen zusammen in einer gemeinsamen Sprache, die viel älter ist als wir selbst und die keine Unterschiede kennt wie zum Beispiel Land oder Herkunft.

So war es nicht weiter verwunderlich, dass unsere gemeinsame Woche mit Alan Hozan Senauke eine besonders schöne wurde, tief eingebettet in der Stille unserer Übung und doch voller Überraschungen und Anregungen. Neben gemeinsamem Zazen war es vor allem der persönliche Austausch, der uns in Erinnerung bleiben wird und natürlich Zaike Tokudo (Laienordination/ Jukai-Zeremonie) für jenen wunderbaren Dharma-Garten, in dem wir alle gemeinsam mit Wasser und Wolken, Sonne und Luft gedeihen können.

Gassho,
Juen




P1030078

jisanjukai1

Danke1

Comments